Dur- und Moll-Akkorde

Akkorde gibt es in Dur und Moll – wie kommt das? Um das zu verstehen, müssen wir uns den Aufbau der Dreiklänge im Detail ansehen und zwar mit besonderem Augenmerk auf die Intervalle. Schau dir die folgende Grafik an. Sie zeigt die Intervalle bis zur Quinte in Halbtonschritten:

Intervalle in den Grundakkorden

  1. Für unseren Akkord brauchen wir wie oben beschrieben unseren Grundton und die beiden darauffolgenden Terzen – also die Tonstufen 1, 3 und 5.
  2. Vom Grundton ausgehend ist die zweite Terz eine Quinte. Die Quinte ist ein reines Intervall und hat immer sieben Halbtonschritte. Dh: egal welchen Akkord du spielst, der Abstand zwischen dem ersten und dritten Ton beträgt immer sieben Halbtonschritte.
  3. Bei der Terz ist das anders. Terzen gibt es als große und kleine Intervalle. Die kleine Terz liegt drei Halbtonschritte über dem Grundton, die große Terz vier.
  4. Weil das Rahmenintervall (das Äußere) immer sieben Halbtonschritte hat, gibt es zwei Möglichkeiten für die Abfolge der geschichteten Terzen: Endweder groß-klein oder klein-groß.

Ist die erste Terz eine große, hast du einen Dur-Akkord bzw. einen Dur-Klang. Darum wird die große Terz auch Dur-Terz genannt. Die Formel für Dur-Akkorde lautet demnach: 1-3-5

Ist die erste Terz eine Moll-Terz (also die kleine), hast du einen Moll-Akkord. Dessen Formel ist: 1-b3-5

Das ist bislang nur Theorie. An den sog. Stufenakkorden kannst du deutlich sehen, was das für dein Gitarrenspiel in der Praxis heißt.

12.05.2015
zuletzt geändert: 20.07.2015

Kapitel aus der Musiktheorie: Akkorde (Basics 1)
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