Nebenharmonien

Neben den Hauptharmonien gibt es noch die Nebenharmonien. Sie ergänzen die spielerischen Möglichkeiten innerhalb einer Tonart erheblich. Das wichtigste Prinzip hierbei ist wieder nach einem Intervall benannt – diesmal nach der Terz.

Terzverwandtschaft

Zwei Akkorde, die sich eine Terz
teilen, sind terzverwandt.

Das ist die Definition. Sie beschreibt die Beziehung zwischen den Dreiklängen der Haupt- und denen der Nebenharmonien. Tonika, Subdominante und Dominante teilen ihre Terzen mit anderen Akkorden. Diese werden dadurch zu ihren jeweiligen Nebenharmonien. Um das zu verstehen, schauen wir noch einmal detailliert nach dem Aufbau der Akkorde.

Terzverwandtschaft

Du siehst zunächst den Grundakkord C-Dur. Er besteht aus den beiden Terzen c-e und e-g. Da Akkorde durch Terzschichtung gebildet werden, gibt es nur eine Möglichkeit, aus diesen Terzen jeweils einen neuen Akkord zu bilden. Ich kann an beiden Enden jeweils eine Terz ergänzen. Daraus ergeben sich zwei Moll-Akkorde, die jeweils eine Terz aus C-Dur haben.

Das a bildet mit der Dur-Terz c-e die Moll-Parallele zum C-Dur Akkord, nämlich A-Moll.

Der zweite Akkord bildet den sog. Gegenklang zu diesem Dur-Akkord. Auch er ist eine Moll-Parallele, nämlich die der Dominante.

Die Nebenharmonien zu einem Dur-Akkord sind mit ihm terzverwandt, weil sie eine gemeinsame Terz mit ihm haben. Der eine Akkord bildet die Moll-Parallele, der andere den Gegenklang.

Die drei Dur-Dreiklänge bilden die Hauptharmonien. Ihre Nebenharmonien verteilen sich auf die anderen Stufen.

Terzverwandtschaft

13.09.2015
zuletzt geändert: 14.09.2015

Kapitel aus der Musiktheorie: Akkordverbindungen
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